Kindergarten St. Josef
KINDERGARTEN St. Josef in ALtdorf

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Jahresthema 2018/2019


„Die Jahresuhr steht niemals still“

 






Januar, Februar, März April,
Die Jahresuhr steht niemals still.

Mai, Juni, Juli, August
weckt in uns allen die Lebenslust

September, Oktober, November, Dezember
und dann, und dann,
fängt das Ganze schon wieder von vorne an!

 

 

Die Jahreszeiten unterliegen einem immer wiederkehrenden, gleichbleibenden Rhythmus. Im Gegensatz zu vielen anderen Teilen der Erde ist der damit einhergehend Wandel in der Natur in unseren Breitengraden sehr ausgeprägt. Doch gerade dieser Wandel macht auch einen gewissen Reiz aus. Jede Jahreszeit bringt positive und negative Elemente mit sich. Jede Jahreszeit wird anders erlebt. […] Gerade die Höhepunkte sind es, die im Gedächtnis bleiben, die dem Jahreskreis Struktur geben. Durch das Zusammenwirken von Veränderungen der Natur und traditionellen Feierlichkeiten lernen die Kinder innerhalb eines Jahres sich zeitlich zu orientieren. Leider wird in unserer medienüberfluteten Zeit das bewusste Erleben der Umwelt oft von anderen Reizen überlagert. Dabei ist eine intensiv und liebevoll erlebte Kindheit für den Aufbau der inneren Stabilität von lebenslanger Bedeutung. In der Natur erleben die Kinder intensive Reize, die sie zum Forschen motivieren – so ganz nebenbei. Wertschätzende Vorbilder, die gemeinsam mit den Kindern nach Antworten suchen, machen Lust auf Spurensuche, zu gehen, um Veränderungen in der Natur bewusster wahrzunehmen.[1] Auch für die Kinder ist der Wechsel der Jahreszeiten immer wieder ein Erlebnis, das sie mit allen Sinnen erfassen.

 

Frühling

Maria Montessori sagte einmal: „Nur durch das Tor der Sinne zieht die Welt in das Gemüt der Menschen ein.“

Das wärmere Wetter fordert uns förmlich dazu heraus, mit den Kindern nach draußen zu gehen, die Natur zu bewundern, über sprießendes Leben zu staunen, zu tasten, zu fühlen, zu riechen, genau hinzuhorchen und uns daran zu freuen. Die Welt wird innerhalb weniger Wochen wieder heller und farbenfroher. Gerade im Frühling feiern wir viele religiöse und weltliche Feste.[2]

 

Sommer

Sommer - allein bei dem Gedanken an diese Jahreszeit kommt so mancher ins Schwärmen. Die Aussicht auf lange, helle, warme Tage, Partys im Freien, leckere Sommerfrüchte, tolle Eiskreationen und die Ferienzeit lässt uns das Leben leichter und beschwingter angehen.[3]

Sommer - Zeit zum Spielen in der Sommersonne, zum Toben auf der Sommerwiese, zum Buddeln im Sand, zum Planschen im warmen Wasser, Zeit in der wir mit den Kindern Tiere, Pflanzen und das Wetter beobachten.

Eine alte Bauernregel besagt: „Im Sommer sollst du schwitzen und nicht hinter dem Ofen sitzen.“[4]

 

Herbst

Der Herbst ist da – froh begrüßt von unseren Kindern. Langersehnte Freuden werden wahr: Sie können die knisternden bunten Herbstblätter, Eicheln und Kastanien sammeln, es duftet auf den Wochenmärkten und in Mutters Küche nach frischen Äpfeln, Birnen und Pflaumen; der kühle Herbstwind treibt die Drachen empor; sie basteln Kastanientiere und ziehen an den frühen Abenden mit leuchtenden Laternen durch die Straßen. Jetzt drängen die Kinder nicht mehr wie den warmen Sommertagen von früh bis spät nach draußen. Sie entwickeln allmählich wieder „Sitzfleisch“, um eine Zeitlang hingegeben in der Spielecke zu spielen, zu basteln, Geschichten zu hören. Es ist die Vorbereitung auf die dunkle Jahreszeit.[5]

 

 

Winter

Kindergartenkinder haben noch nicht viele Winter erlebt, an die sie Erinnerungen knüpfen können. Manche können sich den letzten Winter gar nicht erinnern. Ihre Neugier auf die zu beobachtenden Veränderungen in der Natur ist daher groß. Wenn dann nach nebeligen, grauen, frostigen Tagen der erste Schnee ihre Welt mit einer weißen Decke bedeckt, ist die Freude übergroß. Jeden zieht es hinaus in die kalte Winterluft. Genau hingeschaut, erkennen die Kinder dann, dass der Winter eine Menge Naturphänomene für sie bereithält. Winter, ist auch die Zeit der vielen Bräuche. Regional sehr unterschiedliche geprägt, fließen diese in die Winterzeit mit ein. Allen gemeinsam ist stets das Geheimnisvolle, das mit Bräuchen, Festen und Figuren, von denen die Geschichten handeln, ausgeht. Ob Engel, Nikolaus oder Christkind- diese Figuren beflügeln die Fantasie der Kinder und lassen all die schönen Erlebnisse, die sie im Winter – drinnen wie draußen- machen könne, zu einem reichen Erinnerungsschatz werden, aus dem sie ein Leben lang schöpfen können.[6]

 

 

 

Locken wir also die Kinder hinaus, um ihnen ein gesundes Gefühl für das Verbundensein mit der Natur, mit der Erde auf der sie leben, mit auf den Weg zu geben.[7]

 

Jahresschnelldurchlauf (Gedicht)

 

Im Januar

beginnt das Jahr.

Im Februar

schneit’s wunderbar.

Im März fängt dann

der Frühling an.

Und der April

treibt, was er will.

Im Monat Mai

blüht allerlei.

Die Juniluft

bringt Rosenduft

Im Juli schrei

ich: Hitzefrei!

Und der August

weckt die Reiselust.

September bläst

zum Schützenfest.

Oktoberwein

schmeckt allen fein!

November ist

oft grau und trist.

Dezember-Licht

schenkt Zuversicht.

Und eins, zwei, drei

ist es vorbei:

Das Jahr

und auch die Reimerei![8]



[1] vgl. Reichenberg Alexandra, Schaffrath Andrea; Bausteine Kindergarten; 2/2011; S. 1

[2] vgl. Reichenberg Alexandra, Schaffrath Andrea; Bausteine Kindergarten; 1/2010; S. 3

[3] vgl. Reichenberg Alexandra, Schaffrath Andrea; Bausteine Kindergarten; 2/2011; S. 1

[4] vgl. Cratzius Barbara; Sommer im Kindergarten; 1989; S. 5-6

[5] vgl. Cratzius Barbara; Uns gefällt die Herbstzeit; 1994; S. 8

[6] vgl. Reichenberg Alexandra, Schaffrath Andrea; Bausteine Kindergarten; 4/2013; S. 1

[7] vgl. Reichenberg Alexandra, Schaffrath Andrea; Bausteine Kindergarten; 2/2011; S. 1

[8] vgl. Göth Martin, Weininger Paul; 1-2-3-4 Jahreszeiten; 2011; S. 8

 











Archiv

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